ARCHITEKTUR DES PENA-PALASTES

Erkundung des ikonischen Designs des Pena Palace

Der Pena-Palast in Sintra, Portugal, ist ein atemberaubendes Wahrzeichen der Romantik, das verschiedene architektonische Stile des 19. Jahrhunderts vereint, darunter Neugotik, Neo-Manuelinismus, Neo-Islamismus und Neo-Renaissance. Ursprünglich war es ein Hieronymitenkloster, das dem Orden des heiligen Hieronymus angehörte. In den 1840er Jahren wurde es umgebaut, wobei die alte Struktur erhalten blieb und Merkmale wie ein Uhrenturm, große Terrassen und farbenfrohe, maurisch inspirierte Designs hinzugefügt wurden.

Die leuchtenden Rot-, Gelb- und Blautöne des Palastes kontrastieren mit den grünen Hügeln. Seine Türme, die detaillierten Fenster und das kunstvolle Mauerwerk verleihen ihm ein märchenhaftes Aussehen. Diese einzigartige Mischung von Stilen hat den Pena-Palast zum UNESCO-Weltkulturerbe gemacht, zu einem der sieben Weltwunder Portugals und zu einem wahren architektonischen Meisterwerk.

Von der Kapelle zum Märchenschloss

Der Palácio da Pena, der im Mittelalter ursprünglich als Kloster erbaut wurde, thront auf einem felsigen Hügel im Sintra-Gebirge und überragt die Stadt Sintra. Er entstand zunächst als Kapelle, die Unserer Lieben Frau von Pena geweiht war, und wurde später unter König Manuel I. zu einem Kloster im manuelinischen Stil ausgebaut, das gotische und maritime Einflüsse vereint. Der Kreuzgang bestand aus offenen Galerien, die einen quadratischen Innenhof umgaben, mit Rundbögen im unteren Stockwerk und leicht geschwungenen Bögen darüber. Die Wände waren mit farbenfrohen Kacheln im hispano-mudéjarischen Stil verziert, die in der „Cuerda seca“-Technik hergestellt wurden, bei der die Farben durch Rillen voneinander getrennt wurden, um geometrische Muster zu erzeugen.

Das Kloster blieb in Gebrauch, bis es durch das Lissabonner Erdbeben von 1755 in Trümmer lag. Im Jahr 1838 erwarb Prinz Ferdinand II. das Gelände und ließ es in Zusammenarbeit mit dem Architekten Baron Wilhelm Ludwig von Eschwege und Königin Maria II. in einen Palast im romantischen Stil umgestalten. Der Entwurf vereinte neugotische, neomanuelinische, neoislamische und Neorenaissance-Stile und war von der griechischen Mythologie sowie von Sehenswürdigkeiten wie dem Turm von Belém beeinflusst. Viele Elemente des ursprünglichen Hieronymitenklosters, wie der Kreuzgang, der Speisesaal, die Sakristei und die Kapelle im manuelinisch-renaissanceartigen Stil, wurden sorgfältig erhalten und in den Entwurf des neuen Palastes integriert. Eine großzügige Terrasse und ein Uhrturm wurden 1843 hinzugefügt, und die abschließenden dekorativen Arbeiten wurden bis 1847 fertiggestellt.

Erhaltung der Architektur aus der Zeit der Romantik

Nach seinem Umbau im Jahr 1838 entwickelte sich der Pena-Palast weiter. Während er als Sommerresidenz der portugiesischen Königsfamilie diente, wurden kleinere Anpassungen vorgenommen. Im Jahr 1910, nach dem Ende der Monarchie, ging der Palast in Staatsbesitz über und wurde zum Nationaldenkmal erklärt; er wurde für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und für Besucher modernisiert. Im Laufe der Jahre wurden seine Farben, Kacheln und Strukturen restauriert, um sein ursprüngliches Erscheinungsbild zu bewahren. 1995 wurde der Palácio da Pena als Teil der Kulturlandschaft von Sintra in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen, was zu weiteren Erhaltungsmaßnahmen führte. Zu den modernen Modernisierungsmaßnahmen gehörten Besuchereinrichtungen, Wege, Beleuchtung und die Wiederherstellung der ursprünglichen Farben. Heute sichern fortlaufende Erhaltungsmaßnahmen seinen Status als kulturelles und touristisches Wahrzeichen, das für seine einzigartige architektonische und historische Bedeutung geschätzt wird.

Eine Mischung verschiedener Architekturstile

Das Design des Palácio da Pena vereint verschiedene architektonische Stile, leuchtende Farben und detailreiche Verzierungen und spiegelt damit die Kreativität der Romantik wider. Einige architektonische Elemente erinnern an das Mittelalter, wie beispielsweise Brüstungswege, Aussichtstürme, ein Zugangstunnel und eine Zugbrücke. Die Gestaltung des Palasts weist manuelinische und maurische Einflüsse auf, wobei jedes Element zu seinem einzigartigen Erscheinungsbild beiträgt – vom beeindruckenden Eingang über die eleganten Innenräume bis hin zu den malerischen Terrassen. Der Palast gliedert sich in vier Hauptbereiche: das Äußere, das Innere, die Innenhöfe und Terrassen sowie den umliegenden Park. Er verbindet auf harmonische Weise sein farbenfrohes Äußeres mit eleganten Innenräumen und bietet einen Panoramablick auf die Region Sintra. Er ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Portugals und eines der besten Beispiele für die romantische Neugestaltung des 19. Jahrhunderts in Portugal.

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Eine Verschmelzung von Farbe und Stil

Das Äußere des Palácio da Pena ist ebenso schön wie sein Inneres und besticht durch eine farbenfrohe und einzigartige Mischung aus romantischer Architektur des 19. Jahrhunderts. Erhaben auf einem Hügel in Sintra gelegen, verbindet er leuchtende Farben mit gotisch-manuelinischen, maurischen und Renaissance-Stilen. Seine Bögen, Kuppeln und Türme verleihen ihm ein magisches, märchenhaftes Aussehen. Die neo-manuelinische Fassade des Palasts ist in kräftigen Rot-, Gelb- und Grautönen gestrichen und bildet einen Kontrast zum Grün der umgebenden Landschaft.

Die einzigartige Architektur des Palácio da Pena

Die Gestaltung des Palácio da Pena umfasst mehrere wichtige architektonische Elemente, die seinen unverwechselbaren Charakter prägen. Das Eingangstor mit seinen gotisch inspirierten Spitzbögen, aufwendigen Steinmetzarbeiten und gekachelten Details bildet einen prächtigen Eingang, der den Ton für den Palast angibt. Die Außenmauern, Türmchen und Türme umgeben das Bauwerk. Ihre leuchtend gelben und roten Fassaden, die zinnenbewehrten Mauern und die zylindrischen Türme erinnern an mittelalterliche Befestigungsanlagen und tragen zum märchenhaften Erscheinungsbild des Palastes bei. Mit seiner quadratischen Struktur, dem markanten Zifferblatt und den verzierten Zinnen ist der Uhrturm ein zentrales visuelles Symbol für Macht und Zeit. Die Innenhöfe, geschmückt mit gepflasterten Freiflächen, farbenfrohen Fliesenarbeiten und Springbrunnen, dienen als Übergangsräume, die den Innenbereich mit dem Außenbereich verbinden. Zusammen unterstreichen diese Elemente die fantasievolle und harmonische Gestaltung des Palastes.

Mythische Verzierungen: Das Triton-Tor

Das Triton-Tor ist ein herausragendes Merkmal des Palácio da Pena und dient sowohl als dekoratives Herzstück als auch als Eingang. Es zeigt ein mythologisches Meereswesen, das die Vereinigung von Land und Meer symbolisiert und von detailreichen Schnitzereien umgeben ist.

Panoramablick von den Terrassen

Mehrere Terrassen bieten einen Panoramablick auf Sintra, den Atlantik und die üppigen Wälder der Umgebung. Diese Aussichtsplattformen sind mit farbenfrohen Kacheln und kunstvollen Geländern verziert. Die Königinnenterrasse bietet einen der besten Ausblicke auf die Architektur des Palasts und verfügt über eine einzigartige Sonnenuhrkanone, die einst täglich um die Mittagszeit abgefeuert wurde.

Kapelle Unserer Lieben Frau von Pena

Eines der wichtigsten Highlights des Palastes ist die Kapelle, die Anfang des 16. Jahrhunderts vom französischen Architekten Nicolau Chanterene entworfen wurde und das Erdbeben von Lissabon im 18. Jahrhundert weitgehend unbeschadet überstanden hat. Sie besticht durch ein wunderschönes Altarbild aus Alabaster sowie weitere neugotische Elemente, Buntglasfenster, aufwendige Holzschnitzereien und Gewölbedecken.

Gärten und Parkanlagen

Der Pena-Park ist ein weitläufiges Waldgebiet, das den Pena-Palast umgibt und sich über 200 Hektar unwegsames Gelände erstreckt. Der von König Ferdinand II. mit Hilfe von Baron von Eschwege und Baron von Kessler entworfene Park spiegelt den romantischen Stil des Palasts wider. Er umfasst eine große Vielfalt an exotischen Bäumen aus aller Welt, darunter nordamerikanische Mammutbäume, Lawson-Zypressen, Magnolien, chinesische Ginkgos, japanische Cryptomeria und australische Farne. Viele dieser Pflanzen sind im Farn-Garten der Königin besonders gut zur Geltung gebracht. Gewundene Wege und schmale Straßen verbinden das Schloss mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten und den beiden Haupttoren des Parks und bieten atemberaubende Ausblicke auf die Hügel von Sintra.

Im Inneren des Palácio da Pena

Die Innenräume des Palácio da Pena, der als Sommerresidenz der Königsfamilie konzipiert wurde, spiegeln die Pracht und Kreativität der Romantik des 19. Jahrhunderts wider.

Königliche Gemächer: Die aufwendig gestalteten königlichen Gemächer zeichnen sich durch kunstvolle Möbel, Wandteppiche und filigrane Details aus.

Der Große Saal: Der Große Saal verfügt über einen beeindruckenden Speisesaal, Kronleuchter und verzierte Decken.

Wände: Atemberaubende Azulejos (dekorative Keramikfliesen) mit portugiesischen und maurischen Einflüssen verleihen den Wänden lebendige Muster, und Trompe-l’œil-Malereien erzeugen eine Illusion von Tiefe und Erhabenheit.

Die Decken: Sie sind mit exquisiten Stuck- und Freskomotiven verziert, und farbenfrohe Buntglasfenster unterstreichen die elegante Atmosphäre.

Die Küche: Die historische Küche, die mit traditionellen Kupfertöpfen und -utensilien erhalten geblieben ist, bietet einen Einblick in die kulinarischen Praktiken des 19. Jahrhunderts.

Fenster: Große Fenster und Aussichtsräume bieten einen wunderschönen Blick auf die umliegenden Hügel von Sintra und machen die Innenräume zu einer harmonischen Mischung aus Luxus, Kunst und Geschichte.

Fenster und Fliesen

Die Fenster des Palácio da Pena sind in verschiedenen Stilen gestaltet, darunter im neomanuelinischen und gotischen Stil, mit kunstvollen maurischen Details, Spitzbogenformen und farbenfrohen Glasmalereien, die die Innenräume erhellen. Die Kacheln, auch Azulejos genannt, zeichnen sich durch filigrane Muster und leuchtende Farben aus, die von portugiesischen und maurischen Traditionen inspiriert sind. Diese dekorativen Kacheln bedecken die Wände und Innenhöfe des Palasts und verleihen ihm Schönheit und historischen Charakter.

Wände, Innenhöfe & Bögen

Die Wände des Palácio da Pena sind in leuchtendem Gelb und Rot gehalten und mit dekorativen Kacheln sowie geschnitztem Mauerwerk verziert, das maurische und gotische Einflüsse widerspiegelt. Die mit Stein gepflasterten Innenhöfe, die mit Kachelarbeiten und Springbrunnen geschmückt sind, bieten ruhige Rückzugsorte mit atemberaubenden Ausblicken. Die Bögen im gotischen, maurischen und Renaissance-Stil weisen aufwendige Schnitzereien auf und tragen zum romantischen Charme des Palasts bei.

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